Was sage ich auf Englisch, wenn ich auf einer Feier niemanden kenne?
Du stehst mit einem Glas in der Hand in einer fremden Küche, um dich herum unterhalten sich Menschen, die sich alle schon zu kennen scheinen, nur du nicht. Auf Englisch die ersten Worte zu finden, fühlt sich in so einem Moment oft schwerer an als in jeder Übungsstunde. Dabei braucht es meist nur ein paar zuverlässige Sätze, um den ersten Kontakt herzustellen, und danach trägt sich ein Gespräch fast von allein.
In diesem Artikel findest du genau diese Sätze: für den Einstieg, für die Frage, woher man die gastgebende Person kennt, für Rückfragen, die ein Gespräch am Laufen halten, und für den Moment, in dem du höflich weiterziehen möchtest.
Der erste Satz zählt
Der schwerste Satz ist fast immer der erste, danach wird es leichter. Du musst nicht originell sein, ein einfacher, direkter Einstieg reicht völlig aus.
- "Hi, I don't think we've met. I'm Anna." (Hi, ich glaube, wir kennen uns noch nicht. Ich bin Anna.)
- "Great party, isn't it?" (Tolle Feier, oder?)
- "Mind if I join you?" (Macht es dir etwas aus, wenn ich mich dazugeselle?)
- "Do you know many people here?" (Kennst du viele Leute hier?)
Alle vier Sätze funktionieren, weil sie eine Antwort geradezu einladen, ohne die andere Person unter Druck zu setzen, ähnlich wie die festen Sätze beim Einchecken im Hotel.
Woher kennst du die gastgebende Person?
Diese Frage kommt fast immer, meist in den ersten zwei Minuten, weil sie ein natürlicher gemeinsamer Anknüpfungspunkt ist:
- "How do you know Sarah?" (Woher kennst du Sarah?)
Mögliche Antworten darauf, die du dir bereitlegen kannst:
- "We used to work together." (Wir haben früher zusammengearbeitet.)
- "We're neighbours, actually." (Wir sind eigentlich Nachbarn.)
- "I'm a friend of her sister." (Ich bin ein Freund ihrer Schwester.)
- "We met at university years ago." (Wir haben uns vor Jahren an der Universität kennengelernt.)
Fragen, die das Gespräch am Laufen halten
Sobald die erste Frage beantwortet ist, entsteht oft eine kurze Stille. Diese Fragen helfen dir, sie zu überbrücken:
- "So, what do you do?" (Was machst du beruflich?)
- "Where are you from originally?" (Woher kommst du ursprünglich?)
- "What brought you here tonight?" (Was hat dich heute Abend hierher gebracht?)
- "Have you been to one of these before?" (Warst du schon mal auf so einer Feier?)
Ein realistischer Ausschnitt könnte so klingen:
Tom: Hi, I don't think we've met yet. I'm Tom.
Laura: Hi Tom, I'm Laura. Nice to meet you.
Tom: How do you know Sarah?
Laura: We used to work together, a few years back. And you?
Tom: I'm her neighbour, actually. Great party, isn't it?
Laura: It really is. So, what do you do these days?
Tom: I'm a teacher. And you?
Laura: I work in design.
Acht Zeilen, kein einziger komplizierter Satz, und trotzdem trägt das Gespräch bereits sich selbst, ohne dass es viele Vokabeln braucht.
Ein guter Moment zum Weiterziehen
Irgendwann möchte man höflich weiter, ohne dass es abrupt wirkt. Auch dafür gibt es feste Formulierungen:
- "It was really nice talking to you, I think I'll go grab another drink." (Es hat mich sehr gefreut, mit dir zu sprechen, ich hole mir noch etwas zu trinken.)
- "I don't want to keep you, enjoy the rest of the party!" (Ich will dich nicht aufhalten, genieß den Rest der Feier!)
- "I should probably say hi to a few other people too." (Ich sollte wohl auch noch ein paar anderen Leuten Hallo sagen.)
Wichtig ist der Tonfall: freundlich, ohne Hast, mit einem kurzen Lächeln. Diese Sätze funktionieren nicht, weil sie besonders klug formuliert sind, sondern weil sie Erwartungen erfüllen, die es in dieser Situation im Englischen einfach gibt.

Der schwerste Satz ist fast immer der erste, danach wird es leichter.
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